Fünf Schritte zu einer erfolgreichen Systemeinführung / Initial Deployment (ID)

21 January 2020

Die Einführung (ID) neuer Systeme ist ein kritisches Vorhaben. Es ist sozusagen ein Probelauf für geplante Großprojekte. Neben der Darstellung des Mehrwerts der PdM-Lösung für Ihr Unternehmen ermöglicht Ihnen ein ID zudem in einem kontrollierten Umfeld und festen Zeitrahmen zu lernen, so dass Sie mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen den Umfang des Projekts auf weitere Anlagen und/oder Standorte ausdehnen können.

Wir haben fünf Schritte zusammengestellt, um Ihnen bei der Planung eines Initial Deployments zu helfen:

  1. Ziele definieren

Egal, ob das gesetzte Ziel eine Reduzierung ungeplanter Stillstandszeiten, minimierte Wartungskosten, die Einhaltung von Vorschriften, eine verbesserte Produktqualität oder einer der vielen weiteren Beweggründe für eine Predictive-Maintenance-Lösung beinhaltet – es ist wichtig, die gewünschten Ziele zu identifizieren und klar zu definieren. Ohne Ziele gibt es auch keine entsprechenden Kennzahlen; ein Initial Deployment läuft ohne klare Linie und wird scheitern.

  1. Kennzahlen festlegen

Nach der Festlegung der Ziele ist der nächste Schritt die Bestimmung der Hauptkennzahlen zur Beurteilung des Pilots. Üblicherweise beinhaltet das sowohl prozessrelevante als auch problembehaftete Anlagen. Eine Priorisierung der prozessrelevanten Anlagen kann mithilfe des Computerized-Maintenance-Management-Systems (CMMS) oder des Enterprise-Asset-Managements (EAM) erstellt werden, indem die 10 letzten Ausfälle im letzten Monat und Jahr betrachtet und die Auswirkungen und Risiken des Ausfalls jeder einzelnen Anlage evaluiert werden. Problembehaftete Anlagen können anhand gesammelter Wartungsdaten und Meldungen zu Ausfallzeiten identifiziert werden. Es muss sich dabei nicht zwingend um die größten Anlagen handeln – kleine Komponenten können bereits große Auswirkungen haben.

  1. Support vom Management

Ein Predictive Maintenance System ist nicht nur hinsichtlich der Instandhaltung relevant. Vielmehr geht es hier um ein Umdenken des gesamten Unternehmens. Vielmehr geht es darum den Fokus von der akuten Fehlerbehebung auf die Vermeidung der Fehlerentstehung durch aktives Management zu verlagern. Ein Pilotprojekt hilft darüber hinaus einen Einblick in die Unternehmenskultur und die Einstellung gegenüber PdM zu gewinnen, Voraussetzung ist die Rückendeckung der Unternehmensführung.

  1. Taten folgen lassen

Ein Initial Deployment läuft in der Regel 12 Monate und in diesem Zeitraum sollen erste Ergebnisse erkennbar sein. Für den Erfolg des "ID" ist es essentiell, dass ausreichend Ausgangsdaten zur Verarbeitung zur Verfügung stehen, idealerweise inklusive eines prognostizierbaren Maschinenausfalls. Mit einer zu geringen Anzahl an Maschinen laufen Sie Gefahr, keine aussagekräftigen Daten zu sammeln, sodass die Predictive-Maintenance-Lösung nicht vollständig getestet und der Mehrwert nicht belegt werden kann. Wir empfehlen eine Auswahl von weitgehend ähnlichen Maschinen – zwischen 20 und 50. So lassen sich aussagekräftige Erkenntnisse erzielen.

  1. Nehmen Sie das Unternehmen mit auf eine Reise

Wandel gibt oft Anlass zur Sorge – um Arbeitsplätze, Auslastung, neue Ziele usw., insbesondere wenn es um Technologie in der industriellen Fertigung geht. Für mehr Flexibilität und eine bessere Kommunikation sollte die Projektgruppe klein gehalten werden. Die Beteiligten sollten die notwendigen Fähigkeiten und das Know-How besitzen, um das Projekt erfolgreich zu gestalten. Diese Personen werden das Programm bewerten, fördern und sind in der Regel maßgeblich am Projekterfolg beteiligt, da sie als zentrale Anlaufstelle für das Sammeln von Feedback sowie den Austausch von Fortschritten und Updates zuständig sind. Zudem sind sie für die Prüfung des Projekts, der Anfangsphase und für das weitere Potenzial, als auch für Überlegungen zur möglichen Skalierbarkeit verantwortlich.

Zusammengefasst

Wir hoffen, dass Ihnen diese Tipps bei der Vorbereitung eines Initial Deployments helfen werden. Letztendlich und egal wie gut Sie vorbereitet sind, kann ein erfolgreicher Ersteinsatz nicht ohne aktives Handeln und konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Stellen Sie eine dynamische und zukunftsorientierte Projektgruppe aus Ihrem Unternehmen zusammen und setzen Sie das Projekt in die Tat um!

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